Archive for the ‘6. Tagung’ Category

Tagungsbericht

Montag, Mai 11th, 2009

Es gibt zwei Tagungsberichte von unserer diesjährigen Tagung: einen von Sebastian Knoll-Jung und einen von Verena Lobert und Toni Tholen.

Tagungsprogramm

Dienstag, April 7th, 2009

Sechste Tagung in Stuttgart-Hohenheim

2.-4. April 2009 (Donnerstagabend bis Samstagmittag)

“Männlichkeit und Arbeit – Männlichkeit ohne Arbeit?

Historische, psychohistorische, sozial- und literaturwissenschaftliche Perspektiven”

Vorläufiges Programm

Donnerstag
18.00 h. Abendessen
19.00 h. Begrüßung (Dieter R. Bauer, Martin Dinges)
Einführung (Martin Dinges, Michael Meuser)

19.45 h. Sektion 1: Erwerbsarbeit konstitutiv für Männlichkeit? (Leitung: Martin Dinges)
Eva Ochs: Beruf als Berufung? – Die Arbeitswelt bürgerlicher Männer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Nina Möllers: “Working Like a True Man”: Arbeit und Männlichkeitskonstruktionen der Nashville Agrarians.

Freitag
8.00 h. Frühstück
9.00 h.-10.10 h. Sektion 2: Zum Mann werden durch Arbeit? (Leitung: Sylka Scholz)
Christian Hain: “Der Junge möchte gern in seines Vaters Fußstapfen treten und Barbier werden…” Arbeit im Falkschen Institut (1813-1829) – zwischen Existenzsicherung und Berufswahl.
Mechthild Bereswill / Anke Neuber: Normalarbeitsverhältnis und Männlichkeit – wessen Norm und Normalität? Die Entwicklung von Arbeitsfähigkeit und die biographische Bedeutung von Arbeit am Beispiel sozial randständiger junger Männer.

10.30 h.-12.20 h. Sektion 3: Arbeitslosigkeit – Verlust von Männlichkeit? (Leitung: Martin Dinges)
Susanne Hoffmann: “Freude und Erfolg im Beruf sind das A und O jeden Mannes!”: Arbeitslosigkeit im 20. Jahrhundert in Männerautobiographien.
Verena Lobert: Beunruhigte Männlichkeiten: Erzählungen von Arbeitslosigkeit in dokumentarischen Theaterinszenierungen mit “Alltagsexperten”.
Stephan Trinkaus: Nichtmännlichkeit und Nichtarbeit. Prekär-Werden des Männlichen im ländlichen Raum Brandenburgs.

12.30 h. Mittagessen

13.30 h.-15.15 h. Sektion 4: Berufsmännlichkeiten im Umbruch? (Leitung: Toni Tholen)
Denis Hänzi: Theatermänner. Zur vergeschlechtlichten Dimension des Regieberufs.
Andreas Heilmann: Politik als Beruf heute: Die Konstruktion von Männlichkeit im politischen Feld unter den Bedingungen der Mediendemokratie.
Falko Schnicke: Histor(iograph)ische Arbeit. Perzeptionen geschichtswirksamer Männlichkeiten im 19. und 20. Jahrhundert.

15.30 h.-16.40 h. Sektion 5: Neukonzeptualisierung von Arbeit und Männlichkeit? I (Leitung: Michael Meuser)
Jürgen Budde: Männlichkeit und soziale Arbeit?
Marc Gärtner: Organisationslogiken, Arbeitskulturen und hegemoniale Männlichkeit.

16.55 h.-18.00 h. Sektion 6: Neukonzeptualisierung von Arbeit und Männlichkeit? II (Leitung: Michael Meuser)
Michael Hirsch: Krise, Restauration oder Überwindung der androzentrischen Arbeitsgesellschaft Überlegungen zu einem neuen Modell sozialer Arbeitsteilung.
Diana Lengersdorf: Sich neu in Position bringen - Männer und normale Arbeitsverhältnisse.

18.00 h. Abendessen

Samstag
8.00 h. Frühstück
9.00 h.-10.10 h. Gastvortrag (Moderation: Martin Dinges)
Christiane Kuller: Geschlechterarrangements und Sozialpolitik. Deutschland und Großbritannien in den 1960er und 1970er Jahren im Vergleich

10.30 h.-12.15 h. Sektion 7: Arbeit, Männlichkeit und Familie (Leitung: Mechthild Bereswill)
Maximilian Schochow: Eine Parallelgeschichte? Zur Konstruktion von Männlichkeiten in Ost- und Westdeutschland.
Toni Tholen: Familienmännlichkeit und künstlerisch-literarische Arbeit.
Sylka Scholz: Männer und Männlichkeiten im Spannungsverhältnis von Erwerbsarbeit und Familie.

12.30 h. Mittagessen
13.00 h. Ende der Tagung

Hinweise zur Anmeldung

Samstag, Januar 31st, 2009

Sechste Tagung

in Stuttgart-Hohenheim, Donnerstag 2. bis Samstag 4. April 2009

Anmeldungen bitte mit einer der folgenden Dateien per FAX oder E-Mail

Anmeldung (PDF-Datei)

Anmeldung (Word-Datei)

an die Adresse der Akademie (s.u.)!

Weitere Informationen

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Referat Geschichte
(Dieter R. Bauer / Kerstin Hopfensitz)
Im Schellenkönig 61
D-70184 Stuttgart

Telefax 0711-1640852
Telefon 0711-1640752
oder per E-Mail:
Hopfensitz@akademie-rs.de.

Tagungskosten

  • im Einzelzimmer (Vollpension): 112,50 €
  • im Doppelzimmer (Vollpension): 102,50 €
  • für Studierende (nur DZ): 73,50 €
  • ohne Übernachtung und Frühstück: 56,50 €
  • ohne Übernachtung und Frühstück (ermäßigt): 41,50 €
  • Alle Teilnehmenden - auch die Referierenden - übernehmen ihre Kosten selbst. Um eine exakte Buchung gewährleisten zu können, bitten wir alle Beteiligten um genaue Angaben bei der Anmeldung.

    Tagungsort

    Tagungszentrum Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Paracelsusstraße 91, 70599 Stuttgart, Telefon 0711-451034-600, Telefax 0711-451034-898.

    Weitere Informationen unter www.akademie-rs.de.

    Anreise

    Das Tagungszentrum liegt in der Nähe der Universität Hohenheim. Von Stuttgart Hbf aus erreichbar mit der Stadtbahn (U5, U6) bis Möhringen, von dort Stadtbahn (U3) bis Plieningen (Endstation).
    Bei Anreise mit der S-Bahn aus Richtung Süden kann schon in Stuttgart-Vaihingen in die U 3 gewechselt werden. Von der Stadtbahn-Endstation sind es noch etwa 300 Meter zu Fuß - zunächst weiter in Fahrtrichtung, im Kreuzungsbereich die Hauptstraße überqueren, dann nach wenigen Metern rechts ab in die Paracelsusstraße.
    Vom Flughafen Stuttgart zum Tagungshaus benötigen Sie ca. 15 Auto-Minuten. AutofahrerInnen, die über die Autobahn aus Richtung Ulm oder Karlsruhe anreisen, verlassen die Autobahn bei der Ausfahrt “Flughafen” in Richtung Plieningen. Sie bleiben auf der Hauptstraße durch Plieningen bis zur Abzweigung “Universität Hohenheim/Katholische Akademie” (an der Wirtschaft “Garbe” scharf rechts in die Paracelsusstraße abbiegen).

    Call for papers

    Samstag, Januar 31st, 2009

    Sechste Tagung

    in Stuttgart-Hohenheim, Donnerstagabend 2. bis Samstagnachmittag 4. April 2009 zum Thema:

    “Männlichkeit und Arbeit - Männlichkeit ohne Arbeit?
    Historische, psychohistorische, sozial- und literaturwissenschaftliche Perspektiven”

    Deadlines
    11.01.2009: Einreichen der Abstracts an aim-gender@gmx.net
    30.01.2009 (spätestens): Mitteilung über Annahme oder Ablehnung des Vorschlages
    15.03.2009 (spätestens): Einreichen des fertigen Vortrags zur Veröffentlichung im Web

    Ziel des Arbeitskreises AIM GENDER ist die fächerübergreifende gegenseitige Wahrnehmung und Kooperation von Forschern und Forscherinnen aus Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Politikwissenschaften sowie der Soziologie, die zum Thema Männlichkeiten und deren Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart arbeiten.

    Informationen über den Arbeitskreis und die ersten fünf Tagungen sowie die dort diskutierten Papiere stehen im Web unter http://www.ruendal.de/aim/gender.html.

    Thema der sechsten Tagung ist
    “Männlichkeit und Arbeit - Männlichkeit ohne Arbeit?”.

    Der Bereich der Erwerbsarbeit erfährt gegenwärtig einen Strukturwandel, dessen Konturen und Folgen noch kaum hinreichend analysiert sind. Dieser Strukturwandel dürfte weitreichende Konsequenzen auch für männliche Lebenslagen und die Konstruktion von Männlichkeit haben, da männliche Geschlechtsidentität bisher zentral auf Berufsarbeit beruht.
    Das sog. Normalarbeitsverhältnis, das durch eine weitgehende Arbeitsplatzkontinuität und soziale Sicherung geprägt gewesen ist, löst sich auf. Ein häufiger Wechsel zwischen Phasen der Vollbeschäftigung, Arbeitslosigkeit, Teilzeitbeschäftigung und Minijobs wird für immer mehr Beschäftigte zu einer Basiserfahrung. Neu ist, dass dies eine geschlechterübergreifende Normalität zu werden beginnt. In der Dimension der Erwerbsarbeit beginnen sich die Lebenslagen von Männern denjenigen von Frauen anzugleichen. Eine wachsende Zahl von Männern wird zumindest temporär von Versorgungsleistungen ihrer Partnerin abhängig.
    Ein weiterer Aspekt ist die Auflösung der homosozialen Ordnung in immer mehr vormals exklusiv männlichen Berufen, zu denen sich Frauen Zugang verschafft haben. Auch könnten neue Arbeitsformen (z. B. Telearbeit; projektorientierte Teams nur für die Dauer eines Auftrages) zu einer Erosion der homosozialen Substruktur der Berufswelt beitragen.
    Die mit dem o. a. “Normalarbeitsverhältnis” einhergehende geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sowie die Bipolarisierung der Geschlechtscharaktere prägten sich erst im 19. Jahrhundert voll aus. Dieser Prozess und seine genderspezifischen Begleiterscheinungen sollen insbesondere hinsichtlich der vorrangigen Zentrierung männlicher Leitbilder und Lebenspraxis auf Berufsarbeit rekonstruiert werden.
    Der aktuelle Strukturwandel der Arbeit veranlasst uns darüber hinaus, Strukturen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung aus Zeiten vor der Industrialisierung erneut in den Blick zu nehmen. Sie wurden treffend durch das Bild des Arbeitspaares (H. Wunder) charakterisiert, das die unterschiedlichen, aber gleichwertigen Beiträge von Männern und Frauen zu Haushaltseinkommen und Reproduktion herausstellte. Solche anders geprägten Geschlechterarrangements aus Zeiten vor formalisierten Arbeitsmärkten dürften aufschlussreiche Anregungen für die gegenwärtige Diskussion über den Strukturwandel der Arbeit bieten.
    Hinsichtlich des sich wandelnden Zusammenhangs von Arbeit und männlichen Identitätskonstruktionen dürfte sich die Literatur der letzten Jahrhunderte als besonders ergiebiges Reflexionsmedium erweisen. Zu fragen wäre, welche Bilder und Erzählungen sie für die Problematisierung von Männlichkeit bereit hält, insoweit sich diese über differente, ja konkurrierende Formen von Arbeit (z. B. bürgerliche Erwerbsarbeit vs. künstlerische Arbeit) bestimmt. Darüber hinaus ist zu vermuten, dass insbesondere die Literatur der Gegenwart den Wandel der arbeitsbezogenen Tätigkeiten von Männern und die daraus resultierenden neuen Geschlechterarrangements facettenreich in Szene setzt.
    Im Rahmen dieser Tagung sollen soziologische, zeitdiagnostische, historische, psychohistorische und literaturwissenschaftliche Beiträge fachübergreifend diskutiert werden.

    Weitere Anregungen für Fragestellungen:
    Wie wurde der Strukturwandel der Arbeit hin zum “Normalarbeitsverhältnis” wahrgenommen: von den Betroffenen, von den “Fachleuten”? Wie wird das Verschwinden des Normalarbeitsverhältnisses erfahren?
    Ab wann kann man überhaupt für die Mehrheit der Männer - später der Frauen - eine Dominanz des Normalarbeitsverhältnisses konstatieren?
    Wie wirken sich die neuen Informationstechnologien auf die Kontinuität sozialer Bindungen, insbesondere auf männerbündische Strukturen in der Berufswelt aus?
    Wie werden und wurden die Auswirkungen, die der Übergang von häufig wechselnden Arbeitsverhältnissen zu Dauerarbeitsverhältnissen bzw. umgekehrt auf Partnerschaften hatte, erlebt? Wie veränderten sie Geschlechterarrangements? Welche institutionellen Arrangements federten sie ab?
    Wie entwickelte sich die zentral auf Arbeit bzw. Berufstätigkeit bezogene männliche Geschlechtsidentität und lässt sich derzeit ein Wandel beobachten?
    Wie wurde die weniger polarisierte geschlechtsspezifische Arbeitsteilung vor der Industrialisierung erfahren und reflektiert?
    Wie reflektieren Autorinnen und Autoren in ihren literarischen Werken die durch den Wandel der Geschlechterverhältnisse entstehenden neuen sozialen Erfahrungs- und Arbeitsräume von Männern?
    Reagieren Autoren auf die Neuverteilung von Arbeit zwischen den Geschlechtern mit neuen poetologischen bzw. produktionsästhetischen Konzepten? Wenn ja, mit welchen Schreibweisen und in welchen literarischen Genres?

    Dazu sind Beiträge über alle Epochen und aus den genannten Disziplinen sowie Nachbardisziplinen erwünscht. Wir bitten um Vorschläge für Einzelvorträge oder Sektionen (2 Stunden mit mehreren Vorträgen). Diese können z. B. thematisch, disziplinär und epochenspezifisch angelegt sein. Berichte über “work in progress” sind ausdrücklich willkommen.
    Die ausgewählten Beiträge werden ab 15. März 2009 im Netz auf der Website des AIM GENDER veröffentlicht. Das erlaubt allen Teilnehmenden, sich die Papiere vorab durchzulesen.

    Tagungssprache ist Deutsch, Papiere und Vorträge können aber auch in englischer Sprache vorgelegt bzw. gehalten werden.

    Eine Finanzierung kann nicht übernommen werden.

    Wir laden ein, Abstracts (höchstens eine Seite, max. 1800 Zeichen) für ein Papier bis zum 11. Januar 2009 an aim-gender@gmx.net zu schicken. Das Abstract muß Name, Fachrichtung, Position und E-Mail-Adresse des oder der Vorschlagenden und einen Vortragstitel enthalten. Die Problemstellung und die benutzten Materialien sollten klar herausgearbeitet werden. Aus diesen Abstracts wird das Programm zusammengestellt.

    Allen an der Teilnahme Interessierten empfehlen wir, sich umgehend bei der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart - Referat Geschichte, Im Schellenkönig 61, D-70184 Stuttgart (Tel: +49 711 164 0752) anzumelden. Diese Anmeldung ist unabhängig von der Präsentation oder Annahme eines Diskussionspapiers. Anmeldungen und Rückfragen bitte an Frau K. Hopfensitz, E-Mail-Adresse: hopfensitz@akademie-rs.de.

    Die Einladenden
    Prof. Dr. Martin Dinges und Erik Ründal, M.A., für AIM GENDER
    Dr. Dieter Bauer, Referat Geschichte der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
    Prof. Dr. Michael Meuser (Dortmund)
    Dr. Sylka Scholz (Dresden)
    Prof. Dr. Toni Tholen (Hildesheim)

    Rückfragen zum Programm bitte an martin.dinges@igm-bosch.de.